Globale
Neurologie

im Zentrum für Globale Gesundheit

Die Arbeitsgruppe (AG) Globale Neurologie ist Teil des Zentrums für Globale Gesundheit und beschäftigt sich mit dem Vorkommen neurologischer Erkrankungen in strukturschwachen Gebieten, speziell in Sub-Sahara Afrika (SSA). In diesen Gebieten gibt es die höchste Prävalenz zerebraler Infektionen wie z.B. zerebrale Malaria, Meningitis und parasitäre Erkrankungen, ebenso von Epilepsie. Zudem nehmen die Fälle neurovaskulärer und neurodegenerativer Erkrankungen stark zu. Die Erforschung der Prävalenz und anderer epidemiologischer Aspekte neurologischer Erkrankungen sowie die Beobachtung des Verlaufs und das Ansprechen auf therapeutische Maßnahmen stehen im Mittelpunkt der Forschungsprojekte. Gewonnene Erkenntnisse sind auch für neurologische Erkrankungen in Ländern mit höherem Einkommen von Bedeutung.

Schwerpunkte der AG für Globale Neurologie

  • Neuroinfektiologie im Kontext von vernachlässigten Tropenerkrankungen (NTDs), vor allem parasitäre Erkrankungen, wie die Neurozystizerkose (Taenia solium = Schweinebandwurm) und die Neuroonchozerkose (chronische Infektion mit Filarien)
  • Epileptologie bei Erwachsenen und Kindern in SSA
  • Head nodding Syndrom bei Kindern in SSA
  • Global Neurologie mit neurodegenerativem Schwerpunkt
  • Globale Neurologie und sozialwissenschaftliche Aspekte
  • Globale Neurologie und One Health
  • Globale Neurologie und digitale Gesundheit
  • The Lancet One Health Commission und die COVID-19 One Health Research Coalition
  • The Global COVID-19 Research Coalition

CYSTINET-Africa Konferenz 2019 in Arusha, Tansania

Im November 2019 versammelten sich Experten des Täniose/Zystizerkoseformenkreis in Arusha, nicht nur um die neuesten Forschungsergebnisse zu diskutieren, sondern auch um Entscheidungsträger entsprechend zu informieren. Politiker waren ebenfalls anwesend.

Arbeit im Afrikanischen Feld

In unseren groß angelegten Feldstudien müssen oft hunderte kranke wie gesunde Menschen neurologisch untersucht werden. Am meisten macht die Arbeit mit den Kindern Spaß, die oft sehr genau bei der Sache sind.

Strategie der COVID-19 Neuro Research Coalition

Die Abbildung zeigt den 10 Punkteplan der Koalition. Besonders erwähnenswert ist der Fokus auf Ländern mit Niedrigeinkommen, die Zusammenarbeit mit der WHO und die Anwendung innovativer Konzepte wie z.B. einer One Health Herangehensweise.

Table 1: Potential aims for an inclusive and collaborative global COVID-19 Neuro Research Coalition


 Aims 


COVID-19 Neuro Research Coalition


1

To create a platform for global scientific exchange and networking
2To collaborate and partner with our colleagues in low- and middle-income countries
3To share data and harmonise methodologies and research tools
4To design joint studies, mobilise research funds and publish together
5To establish, where appropriate, and/or to collaborate with already existing research data registries
6To pursue early research translation into policies and politics
7To join forces with national neurological research societies, the European and African Academies of Neurology, the International Child Neurology Association and the World Federation of Neurology
8

To collaborate in a multidisciplinary way with other medical and allied disciplines and their respective societies and networks9

9To team up with the brain health unit and COVID-19 related activities of the WHO
10To pursue in all activities a One Health, gender and equity-based approach, promoting the vision of Universal Health Coverage and the aims of Sustainable Development Goals at large